Zeitgeschichte im Foyer: Nadja Klier eröffnet Wanderausstellung zur DDR

Zeitgeschichte im Foyer: Nadja Klier eröffnet Wanderausstellung zur DDR

Mit der Wanderausstellung „Der untergegangene Staat – Alltag und Leben in der DDR“ ist bis zum 12. Juni eine besondere zeitgeschichtliche Ausstellung im Foyer unserer Schule zu sehen. Die Ausstellung wurde von unserem langjährigen Partner, der Konrad-Adenauer-Stiftung, zur Verfügung gestellt und bietet unseren Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Zugang zur Geschichte der DDR.

Zur Eröffnung durften wir die Autorin und Zeitzeugin Nadja Klier bei uns begrüßen. In einem 90-minütigen Gespräch erzählte sie den Schülerinnen und Schülern der Klassen 10b und 10d von ihrer Jugend in der DDR, von persönlichen Erfahrungen, von Anpassungsdruck, Einschränkungen und dem Alltag in einem Staat, der für viele Jugendliche heute nur noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt ist.

Besonders eindrucksvoll war, wie persönlich und zugleich differenziert Nadja Klier von dieser Zeit berichtete. Dadurch wurde Geschichte nicht nur als politisches System, sondern als Lebenswirklichkeit erfahrbar: Wie war es, in der DDR aufzuwachsen? Welche Erwartungen wurden an junge Menschen gestellt? Wo lagen die Grenzen von Freiheit und Selbstbestimmung? Und was bedeutete es, wenn man sich diesen Erwartungen nicht einfach anpassen wollte?

Die Schülerinnen und Schüler der 10b und 10d hörten sehr aufmerksam zu und stellten im Anschluss zahlreiche interessierte Nachfragen. Gerade diese Gesprächsphase zeigte, wie wertvoll solche Begegnungen sind: Sie eröffnen Räume, in denen Geschichte lebendig wird und in denen Schülerinnen und Schüler eigene Fragen an die Vergangenheit entwickeln können.

Ich freue mich sehr, dass wir die Ausstellung bis zum 12. Juni im Foyer zeigen können. Sie lädt dazu ein, sich auch außerhalb des Unterrichts mit dem Alltag und Leben in der DDR auseinanderzusetzen – und sie erinnert daran, wie wichtig Demokratie, Freiheit und offene Diskussionen sind.